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Was ist TENS? – Der große TENS Therapie Ratgeber

TENS und die TENS-Schmerztherapie – eine gesunde Alternative zu schmerzhemmenden Medikamenten Geschichte der TENS Reizstromtherapie Wie funktioniert die Reizstromtherapie? Welche...

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TENS und die TENS-Schmerztherapie – eine gesunde Alternative zu schmerzhemmenden Medikamenten

Die TENS Schmerztherapie stellt eine vorteilhafte Alternative zu medikamentösen Schmerzbehandlungen dar, welche das Ziel verfolgt, Schmerzen zu lindern und den Patienten mit der Zeit immer weiter von der Einnahme von Tabletten zu befreien. Zudem kommt die Schmerzbehandlung mit TENS mit deutlich weniger und schwächeren Nebenwirkungen aus als die gängige Behandlung mit Medikamenten und ist einfach in der Handhabung.

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Hier finden Sie einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten der TENS Therapie.

Geschichte der TENS Reizstromtherapie

Bereits in der Antike wurden die Elektroschocks von Zitteraalen und Zitterwelsen dafür verwendet, um Schmerzen zu behandeln. Um das Jahr 1900 wurden Reizströme vom späteren Nobelpreisträger Walther Nernst untersucht. Einen ersten Meilenstein gelang im Jahr 1965 den Professoren Melzack und Wall, welche nachweisen konnten, dass die Weiterleitung der Schmerzen durch die Reizstromtherapie im Rückenmark von peripheren als auch von absteigenden Bahnen aus dem Gehirn unterdrückt werden können. In der von ihnen vorgelegten Gate-Control-Theorie verdeutlichten sie den Einfluss des Gehirns auf die menschliche Schmerzwahrnehmung.

Der große Durchbruch gelang in jüngster Zeit durch die Entwicklung von TENS Reizstromgeräten. Erst um das Jahr 1980 erfuhr die TENS-Behandlung bei akuten und chronischen Schmerzzuständen eine weltweite Anwendung und Verbreitung. Wenige Jahre wurde die Reizstromtherapie 1987 als kassenärztliche Leistung anerkannt. 

Wie funktioniert die Reizstromtherapie? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Wirkung der Reizstromtherapie beruht dabei auf nieder- oder hochfrequenter Spannung, die in der Regel ohne Nebenwirkungen in den Körper eindringt. Dort können Muskeln (EMS) und Nerven (TENS) angesprochen werden, welche den Schmerz schonend und ohne Medikamente behandeln können. Ziel ist die Stärkung der körpereigenen Schmerzkontrolle.

Die Reizstromtherapie unterscheidet zwischen zwei Therapiemöglichkeiten:

  • der Transkutanen Elektrischen Nervenstimulation (TENS) und
  • der Elektrischen Muskelstimulation (EMS).

Beide Methoden sind leicht in der Handhabung und gut zu Hause anzuwenden. Dabei wird ein TENS und/oder EMS Stimulationsgerät über Elektroden an den Körper angeschlossen. 

Was sind die Unterschiede und Wirkungsweisen zwischen der TENS und EMS Therapie?

Bei der TENS Therapie wird die Durchblutung gefördert, wodurch eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden kann. Die Einstellung des TENS Gerätes (Stärke und Dauer) wird je nach Intensität der Schmerzen individuell auf den Patienten angepasst. Bei der Schmerzherapie mit TENS kommt ein schwacher Wechselstrom mit einer Frequenz zwischen 10 und 100 Hertz zum Einsatz. Die Elektroden werden nah an den schmerzenden Stellen platziert. Während der Therapie empfindet der Patient lediglich ein leichtes Kribbeln, was einen Gegenreiz zu den Schmerzen entstehen lässt. Außerdem wird die Produktion von Endorphinen angeregt, wodurch eine höhere Schmerztoleranz erlangt werden kann. Diese schmerzstillende Wirkung hält normalerweise einige Stunden an und kann für Schmerzpatienten eine wahre Wohltat bedeuten.

Beim Training der Muskeln durch die EMS Therapie können einzelne Muskeln gezielt stimuliert werden. Die Elektrische Muskelstimulation wird insbesondere begleitend zum eigentlichen Krafttraining empfohlen. EMS kann bei richtiger Anwendung auch bei Inkontinenz oder nach einer Schwangerschaft zur Stärkung des Beckenbodens angewendet werden. EMS Training kann insbesondere dann helfen, wenn Muskeln durch Verletzungen oder Fehlhaltungen, wie z.B. durch Büroarbeit geschwächt sind und trainiert werden sollen. Beachten Sie unsere Hinweise zur Einstellung Ihres EMS Gerätes.

6 praktische Anwendungsbeispiele für die TENS Therapie

1. Rückenschmerzen: 

Insbesondere solche, die durch einen Bandscheibenvorfall kommen, verursacht durch schwere körperliche Arbeit oder eine schlechte Sitzhaltung während der Arbeit im Büro. Zum Anwendungsfall "TENS bei Rückenschmerzen"

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2. Arthrose und Gelenkschmerzen: 

Beschwerden durch Gelenkverschleiß führen unter anderem zu Knieschmerzen / Kniegelenkschmerzen oder Schulterschmerzen und können mit Reizstrom in den Griff bekommen werden. Zum Anwendungsfall "TENS bei Arthrose und Gelenkschmerzen"

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3. Rheumatoide Arthritis:

 Auch bei entzündeten Gelenken kann der TENS-Reizstrom einen schmerzlindernden Effekt hervorrufen. Zum Anwendungsfall "TENS bei Rheumatoide Arthritis"

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4. Menstruationsschmerzen: 

Was wäre, wenn Sie die monatlichen Menstruationsbeschwerden durch TENS lindern könnten und die monatliche Periode nicht mehr so anstrengend ist? Zum Anwendungsfall "TENS bei Menstruationsbeschwerden"

5. Handgelenksschmerzen / Daumen und Finger: 

Auch für Schmerzen an den Händen, zum Beispiel aufgrund von jahrelanger Arbeit am Schreibtisch, kann die Therapie mit der transkutanen Nervenstimulation helfen. Zu den Anwendungsfällen: TENS bei Handgelenkschmerzen oder TENS bei Daumen und Fingern

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6. (Spannungs-)Kopfschmerzen:

Ist die Nacken- oder Rückenmuskulatur verspannt, äußert sich das in auch mal stärkeren Kopfschmerzen. Statt Kopfschmerztabletten kann hier die schonende Reizstrom-Therapie helfen, die verspannten Muskeln zu lockern und so die Ursache zu beheben. Zum Anwendungsfall "TENS bei Spannungskopfschmerzen"

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Weitere Anwendungsbeispiele finden Sie auf unserer TENS Anwendungsübersicht.

Um das vielversprechende Potential der Schmerztherapie voll auszuschöpfen, sollten Sie stets auf eine korrekte Anwendung achten. Insbesondere die Platzierung der Elektroden spielt dabei eine Rolle, auch um potenzielle Nebenwirkungen zu vermeiden. Beachten Sie die Sicherheitshinweise in der Anleitung Ihres Geräts. 

Achten Sie zudem auf einen einwandfreien Zustand der Elektroden. Um eine optimale Funktion zu gewährleisten, dürfen diese nicht zugeschnitten oder anderweitig präpariert werden. Tauschen Sie die Elektroden ferner immer wieder mal aus, wenn die Klebekraft nachlässt und der Strom nicht mehr optimal übertragen wird. Durch das Verwenden eines Kontakt- und Reinigungssprays können Sie den Verschleiß übrigens verlangsamen und Ihre Elektroden somit länger nutzen. Aus hygienischen Gründen sollte eine Elektrode immer nur von derselben Person verwendet werden. Weitere Informationen über Elektroden finden Sie in unserem Elektroden Ratgeber.

Grundsätzlich ist TENS auch in Fachkreisen als äußerst wirksame Methode zur Therapie verschiedenster Schmerzen und Beeinträchtigungen anerkannt. Sie hat aber ihre Grenzen und so ist darauf hinzuweisen, dass sich bestimmte Krankheiten mit TENS gar nicht behandeln lassen. Bei Unsicherheiten können Sie sich auch jederzeit gerne an unsere geschulten Medizinprodukte-Berater unter der Rufnummer +49 7152 - 353 911 - 0 wenden (Mo-Fr von 9-17).

Wir empfehlen daher grundsätzlich: Holen Sie sich immer ärztlichen Rat ein, bevor Sie TENS anwenden. Nur Ihr Arzt kann beurteilen, ob eine Therapie mit Reizstrom bei Ihren Beschwerden wirken kann.

Welche Vorteile bietet die TENS Reizstromtherapie?

1. Sie unterstützt die Behandlungserfolge während und nach einer Physiotherapie

Physiotherapeuten verwenden seit langem Elektrostimulation, um ihre Patienten zu behandeln. Viele Stimulationsgeräte für den privaten Gebrauch besitzen voreingestellte Programme zur Schmerztherapie oder Muskelstimulation, wie Sie sie aus der Behandlung kennen. Sie können die therapeutische Behandlung mit einem eigenen Gerät zu Hause ergänzen oder fortsetzen und so den Erfolg der Therapie erhöhen.

Die Elektrostimulation kann je nach Bedarf auch mehrmals täglich angewendet werden. Die genaue Dauer und Häufigkeit hängt von der Art der Stimulation, von dem Trainingszustand und der Erfahrung des Benutzers ab – entwickeln Sie dazu einen Anwendungsplan mit Ihrem Therapeuten.

2. Sie behalten im Idealfall die Erfolge einer Physiotherapie und bleiben gesund

Regelmäßige Anwendungen von Elektrostimulation ermöglichen es Ihnen, die in einer Physiotherapie erzielten Ergebnisse und Ihre Gesundheit zu erhalten. Auch erhöht die regelmäßige Behandlung mit Reizstrom die Heilungsrate nach einer Physiotherapie. 

3. Sie sparen bares Geld: Kostenvorteil

Physiotherapeutische Behandlungen können Ihnen vom Arzt verschrieben werden, um verschiedene gesundheitliche Problemen zu heilen. Die Kosten dieser Behandlungen werden allerdings oft nur teilweise von Ihrer Krankenkasse getragen und können schnell teuer werden. Durch die Verwendung eines eigenen Elektrostimulators können Sie die Häufigkeit der Besuche beim Physiotherapeuten und damit gleichzeitig die Kosten verringern. Ebenso kann die Verwendung eines TENS EMS Reizstromgerätes eine günstige und bezahlbare Alternative zu der Behandlung mit Medikamenten bieten.

Ist die TENS Reizstromtherapie sicher? 

Grundsätzlich ist die Schmerztherapie mit TENS eine in der Regel sichere und nahezu nebenwirkungsfreie Therapieform

Gibt es dennoch Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen?

In seltenen Fällen, ja. Beachten Sie zunächst, dass der Körper sich an die Behandlung gewöhnen und die Wirksamkeit mit der Zeit etwas nachlassen kann. Verzagen Sie aber nicht, sondern wenden Sie die Therapie einfach mit verschiedenen Parametern oder mit wechselnden Programmen an. So können Sie dem Gewöhnungseffekt vorbeugen

Ebenso ist zu erwähnen, dass es bei empfindlichen Hauttypen zu Hautreizungen kommen kann. Dies tritt vor allem bei zu langer Anwendung auf derselben Hautpartie auf und stellt die häufigste Nebenwirkung dar. Das ist nicht weiter schlimm und gibt sich nach kurzer Zeit normalerweise wieder. Falls nicht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen sich untersuchen. Eventuell helfen Ihnen Elektroden für sensible Haut, um das Problem zu vermeiden. 

Die Kontraindikationen bestehen darin, dass Sie TENS (und auch EMS) in bestimmten Fällen nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden sollten.

Wann sollte TENS nicht angewendet werden:

  • Wenn Sie einen Herzschrittmachern tragen, kann es zu Störungen kommen. Daher muss eine Reizstrom-Behandlung insbesondere im Bereich des Oberkörpers immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
  • Wenden Sie kein TENS an, wenn Sie Hauterkrankungen oder Herzrhythmusstörungen haben oder unter Epilepsie leiden
  • Reizstromanwendungen während der Schwangerschaft dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
  • Im Falle einer Krebserkrankung darf TENS nur nach ärztlicher Anordnung erfolgen.
  • Träger von Metallimplantaten – dazu zählen auch Kupferspiralen – sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren.

Dies sind die häufigsten Gründe, die gegen eine Verwendung von Reizstrom sprechen. Lesen Sie in jedem Fall die Anleitung Ihres Gerätes gründlich durch und achten Sie darauf, dass keine der dort beschriebenen Kontraindikationen auf Sie zutrifft.

An welchen Körperstellen sollte die TENS Reizstromanwendung nicht durchgeführt werden:

  • Auch bei gesunden Menschen sollte der Reizstrom NICHT direkt über dem Herz einwirken.
  • Die TENS Elektroden dürfen NICHT über der Kopfschlagader oder der Halsschlagader angebracht werden.
  • Platzieren Sie KEINE TENS-Elektroden am Kehlkopf.
  • VERMEIDEN Sie den Einsatz von Reizstrom im Bereich größerer Metallimplantate.
  • Bringen Sie die Elektroden NICHT über offenen Wunden, Entzündungen und krankhaften Schwellungen an.

Bitte beachten Sie, dass Sie nur saubere und für den jeweiligen Körperbereich geeignete Elektroden oder Sonden (Anal oder Vaginal). Nutzen Sie zu Geräten von axion ausschließlich Original-Zubehör.

Welche TENS-Geräte empfehlen wir Ihnen?

Bei uns finden Sie verschiedene Reizstromgeräte für die Behandlung von akuten oder chronischen Schmerzen und Kombigeräte für die TENS Schmerztherapie, die EMS Muskelstimulation und das Beckenbodentraining. Alle Geräte verfügen über eine große Programmauswahl und sind für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Lesen Sie mehr über unsere drei Empfehlungen auf unserer TENS Geräte Ratgeberseite.

Wie stelle ich mein TENS Gerät richtig ein?

Die transkutane elektrische Nervenstimulation verspricht, Schmerzen ohne weiteren Einsatz von Schmerzmitteln und Medikamenten den Kampf anzusagen. Natürlich ist die Wirkungsweise bei jedem Menschen eine andere. 

Erfahren Sie unter "TENS Geräte Einstellungen", welche Schritte Sie bei der Einstellung, Anwendung und dem Ablauf unbedingt beachten sollten.

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Zusammenfassung – Unser Fazit zur TENS Therapie

TENS wird bereits seit Jahrzehnten erfolgreich zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Beachten Sie jedoch das die TENS keinen gesunden Lebensstil mit ausreichender Bewegung ersetzen kann. Diesen Lebensstil benötigen Sie jedoch, um erst überhaupt keine Schmerzen zu bekommen. Fühlen Sie sich aber doch einmal unwohl oder haben Sie in diesem Moment bereits einschränkende Schmerzen, dann könnte ein TENS-Gerät ihnen den Weg zu einem schmerzfreieren Leben ermöglichen.

Sie haben Fragen zur TENS Therapie oder unseren Produkten? Unsere geschulten Produktberater stehen Ihnen jederzeit gerne per E-Mail unter service@axion.shop oder per Telefon +49 7152 - 353 911 - 0 zur Verfügung.

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