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Thermotherapie – Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Allgemeine Informationen über die Thermotherapie

Definition: Was ist Thermotherapie?

Bei der Thermotherapie unterscheidet man zwischen der Wärme- und Kältetherapie. Während dieser Anwendungen wird dem Körper gezielt Wärme und Kälte zugeführt, um verschiedene Beschwerden zu lindern. Die Thermotherapie gehört zu den physikalischen Therapien. Diese möchten mit unterschiedlichen äußeren Reizen natürliche Reaktionen des Körpers hervorrufen. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Thermotherapie-Ratgeber.

Wie wirkt die Thermotherapie?

Durch die zugeführte Wärme wird der Stoffwechsel angeregt und durch die Kälte verlangsamt. Dadurch werden Heilungsprozesse beschleunigt und Schmerzen gelindert. Gezielt eingesetzte Temperaturreize wirken auf das vegetative Nervensystem, das zum Beispiel für die Körpertemperatur, den Blutdruck oder den Stoffwechsel verantwortlich ist. 

Wie wird die Thermotherapie durchgeführt?

Die Thermotherapie kann punktuell oder am ganzen Körper angewendet werden. Dabei überträgt die Haut die Reize.

Wie oft und wie lange kann ich die Thermotherapie anwenden?

Das hängt von der der Art der Anwendung ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Bei richtiger Anwendung können Sie aber Auflagen wie WärmflaschenThermokompressen oder Thermokissen beliebig oft je nach Bedarf nutzen. Wie genau Sie die Kompressen und Kissen anwenden können, lesen Sie im Thermotherapie-Ratgeber.

Thermotherapie und TENS

Warum ist die Thermotherapie in Kombination mit der TENS-Schmerztherapie noch effektiver?

Die TENS-Reizstromtherapie funktioniert ähnlich wie die Thermotherapie. Sie kann die Durchblutung fördern, die Muskulatur entspannen und vermehrt schmerzhemmende Botenstoffe ausschütten. Die Schmerzsignale werden blockiert. Daher ist eine Wärme- oder Kälteanwendung mit anschließender TENS-Behandlung doppelt so wirksam. Damit Sie aber auch richtig von der transkutanen Nervenstimulation profitieren können, benötigen Sie ein Reizstromgerät und für die jeweilige Körperpartie passende Elektroden. Wir empfehlen Ihnen für eine TENS-Behandlung die Dauer von 40 Minuten. Hören Sie dabei aber auch immer auf Ihr Körpergefühl. Weitere Infos zu TENS in Kombination mit der Thermotherapie erfahren Sie in unserem Ratgeber und im Magazin.

Wärmetherapie

Was bewirkt die Wärmetherapie?

Die Wärme entspannt die Muskulatur. Der Sauerstofftransport und die Nährstoffaufnahme werden gesteigert und Abbauprodukte schneller abgegeben. Durch diese Steigerung des Stoffwechsels können Schmerzen gelindert werden. Die vermehrte Ausschüttung an Botenstoffen beschleunigen den Heilungsprozess. Durch die zugeführte Wärme kann auch das Immunsystem gestärkt werden. Die Wärmezufuhr:

  • entspannt und lockert die Muskulatur,
  • verbessert die Dehnbarkeit des Bindegewebes,
  • fördert die Durchblutung,
  • senkt den Bluthochdruck,
  • steigert den Stoffwechsel,
  • sorgt für beweglichere Gelenke.

Wie funktioniert die Wärmetherapie?

Die Wärme wird durch Strahlung, Ultraschallwellen, Luft, Wasser, Auflagen oder Wärmepackungen zugeführt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten bei der Anwendung:

  • Auflagen, Wickel und Packungen z. B. WärmflaschenWärmekissenWarmkompressen, Fangopackungen oder die heiße Rolle,
  • Saunen,
  • Ultraschallbehandlungen,
  • Massagen z.B. Hot Stone Massage,
  • Infrarotbestrahlung,
  • Voll- und Teilbäder z.B. Moorbäder.

Indikationen der Wärmetherapie: Wann helfen mir Wärmereize?

Nutzen Sie wie Wärmebehandlung bei älteren oder chronischen Beschwerden. Akute Entzündungen verschlimmern sich durch Wärmezufuhr. Die Wärme können Sie anwenden bei:

  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats im chronischen Stadium,
  • Arthrose,
  • Morbus Bechterew (chronisch entzündliche Erkrankung),
  • Muskelverspannungen,
  • Chronische schmerzhafte oder entzündliche Prozesse,
  • Unruhe und Nervosität,
  • Hypertonie,
  • Hexenschuss,
  • Bluthochdruck,
  • Myogelosen (Verhärtungen der Muskulatur - Hartspann),
  • Myalgie (lokalisierter Muskelschmerz),
  • Kopfschmerzen,
  • Bandscheibenvorfällen,
  • Muskelzerrungen,
  • Menstruationsbeschwerden.

Sie sollten aber immer mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit der Wärmeanwendung beginnen.

Kontraindikation der Wärmetherapie

Bei folgenden Beschwerden sollten Sie von einer Wärmebehandlung absehen:

  • bei akuten entzündlichen Prozessen wie zum Beispiel einem grippalen Infekt oder akuten Gelenkentzündungen,
  • einer stark eingeschränkten Herzleistung,
  • belastungsabhängigen Herzrhythmusstörungen,
  • schwerem unbehandeltem Bluthochdruck,
  • einer schweren unbehandelten Überfunktion der Schilddrüse,
  • Tumorleiden,
  • bei schweren Allgemeinerkrankungen.

Kältetherapie

Was bewirkt die Kältetherapie?

Die Kälteanwendung hat zwei unterschiedliche Wirkungsweisen auf die Muskulatur. Wendet man sie nur kurz an, spannt sich der Muskel an. Wendet man sie länger an, lösen sich die Muskeln und entkrampfen. Durch die Kälte werden die Schmerzrezeptoren vorübergehend blockiert, wodurch man weniger Schmerzen spürt.

Wie funktioniert die Kältetherapie?

Bei der Kältebehandlung wird der Körper durch Luft, Wasser, Gas oder Auflagen gekühlt. Das beinhaltet:

  • Wickel und Auflagen z.B. Kühlkompressen,
  • Kältesprays,
  • Eismassage,
  • Behandlungen mit kaltem Wasser z.B. Wassertreten, Teilbäder, kalte Güsse,
  • Kältekammern.

Indikationen der Kältetherapie: Wann helfen mir Kältereize?

Kälteanwendungen können bei akuten Schmerzen und Beschwerden helfen, wie bei:

  • Verstauchungen,
  • Prellungen,
  • Quetschungen,
  • Schwellungen,
  • Blutergüsse,
  • Schleimbeutelentzündungen,
  • Sehnenscheidenentzündungen,
  • der entzündlichen Phase bei Rheumaerkrankungen,
  • der Fiebersenkung.

Halten Sie aber Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Kältebehandlung beginnen.

Kontraindikation der Kältetherapie

Wenn Sie an einer Durchblutungs- oder Empfindungsstörung leiden, sollten Sie auf die Kältebehandlung verzichten. Auch bei einem niedrigen Blutdruck, Untergewicht oder Schilddrüsenunterfunktion ist von der Kälteanwendung abzuraten.

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