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Die Geschichte der TENS Reizstromtherapie

Bereits in der Antike wurden die Elektroschocks von Zitteraalen und Zitterwelsen dafür verwendet, um Schmerzen zu behandeln. Um das Jahr 1900 wurden Reizströme vom späteren Nobelpreisträger Walther Nernst untersucht. Einen ersten Meilenstein gelang im Jahr 1965 den Professoren Melzack und Wall, welche nachweisen konnten, dass die Weiterleitung der Schmerzen durch die Reizstromtherapie im Rückenmark von peripheren als auch von absteigenden Bahnen aus dem Gehirn unterdrückt werden können. In der von ihnen vorgelegten Gate-Control-Theorie verdeutlichten sie den Einfluss des Gehirns auf die menschliche Schmerzwahrnehmung.

Die Gate Control Theorie

Die "Gate Control Theorie" besagt, dass Schmerzsignale unter bestimmten Umständen nicht zum Gehirn weitergeleitet werden. Sie beruht auf der Annahme, dass im Hinterhorn des Rückenmarks ein besonderer Nervenmechanismus vorhanden ist, der ähnlich wie ein Tor (Gate) arbeitet und Schmerzen zum Gehirn moduliert, d.h. entweder abschwächt (blockiert) oder verstärkt (durchlässt). Dieser Mechanismus soll dafür sorgen, dass obwohl dem Körper Schmerz zugefügt wird, das dadurch ausgelöste Signal nicht das Gehirn erreicht und somit der Sinneseindruck "Schmerz" erst gar nicht entstehen kann.

Entwickelt wurde die besagte Theorie 1965 von den Vorreitern der Schmerzforschung Ronald Melzack und Patrick D. Wall. 

Auch wenn einige Annahmen der "Gate Control Theorie" bereits früh bezweifelt wurden, hat sie zu bedeutsamen Nachforschungen im Bereich der psychologischen Schmerzforschung angeregt. Heute sind die physiologischen Grundlagen widerlegt und die psychologischen Annahmen gelten als nicht mehr ausreichend.

Reizstromtherapie

Erst um das Jahr 1980 erfuhr die TENS-Behandlung mit den TENS Reizstromgeräten bei akuten und chronischen Schmerzzuständen eine weltweite Anwendung und Verbreitung. Wenige Jahre wurde die Reizstromtherapie bis 1987 als kassenärztliche Leistung anerkannt. 

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