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Inkontinenz mit EMS behandeln

Eine Reizstrombehandlung geht gezielt und schonend bei Inkontinenz vor

Die Inkontinenz tritt bei Männern und Frauen auf und kann ab dem 20. Lebensjahr beginnen, da ab diesem Zeitpunkt unsere Muskelmasse tendenziell abnimmt. In Deutschland sind ungefähr 10 Millionen von der Inkontinenz betroffen. Verliert man die Kontrolle über die Blase oder den Darm, leiden die Betroffenen unter Angst und Scham und vermeiden es, darüber zu sprechen. Sehr oft entsteht die Inkontinenz durch eine zu schwache Beckenbodenmuskulatur, die für die Funktion der Schließmuskulatur von Blase und Darm verantwortlich ist. Mit der Elektrostimulation können Sie die Muskulatur des Beckenbodens stärken.

 Beckenbodentrainer-Sonde

Welche Arten von Inkontinenz gibt es?

Harninkontinenz

Eine der häufigsten auftretenden Formen ist die Stress- oder Belastungsinkontinenz. Sie wird durch eine Druckerhöhung im Bauchraum ausgelöst. Der Schließmuskel ist diesem Druck nicht gewachsen und gibt nach. Es kommt beim Husten, Lachen, Niesen, dem Treppensteigen, während des Lastentragens, beim Aufstehen oder Hinsetzen zum Harnverlust. Ist die Inkontinenz stark ausgeprägt, wird im liegenden Zustand Urin verloren.

Eine andere häufig auftretende Form der Inkontinenz ist die Dranginkontinenz. Dabei zieht sich der Blasenmuskel bei einer geringen Füllmenge zusammen und es kommt zu einem ungewollten Urinverlust.

Treten beide Inkontinenzformen gleichzeitig auf, spricht man von der Mischinkontinenz.

Stuhlinkontinenz

Seltener tritt die Stuhlinkontinenz auf. Hier liegt eine Störung oder Schädigung des Kontinenzorgans vor, die bewirkt, dass der Darminhalt nicht willkürlich im Enddarm zurückgehalten werden kann.

Warum entsteht Inkontinenz?

Die Inkontinenz kann durch verschiedene Ursachen entstehen:

  • Übergewicht, dass auf die Blase drückt z.B. bei einer Schwangerschaft.
  • Ein weicher werdendes Bindegewebe rund um den Beckenboden bedingt durch hormonelle Veränderungen z.B. durch die Schwangerschaft oder die Wechseljahre.
  • Eine Überdehnung des Beckenbodens bei einer natürlichen Geburt (sehr selten).
  • Psychosoziale Belastungen z.B. Stress.
  • Körperliche Belastungen, die mit schwerem Heben verbunden sind.
  • Eine vergrößerte Prostata oder Prostataerkrankungen, die zu einer Verengung der Harnröhre führen.

Wie kann ein EMS-Training bei Inkontinenz helfen?

Das EMS-Training der Beckenbodenmuskulatur kann durch die Stärkung der Muskulatur eine Inkontinenz lindern oder vorbeugen. Sind die Beckenbodenmuskeln durch einen Bewegungsmangel zu schwach, kann es zu einer Absenkung der inneren Organe kommen. Beeinträchtigt davon werden unter anderem die Blase und der Enddarm, was zu einer Blasenschwäche oder Inkontinenz führen kann. 

Welche Beckenbodentrainer sind hilfreich?

Bei uns finden Sie Beckenbodentrainer-Sets für Männer und Frauen mit einem EMS-Gerät, einer Sonde und einem Verbindungskabel. Das mitgelieferte Kontaktgel erleichtert die Anwendung mit den Sonden. Falls eine Nickelallergie besteht, können Sie Sonden mit Goldbeschichtung wie beispielsweise die Analsonde mit Goldbeschichtung oder die goldbeschichtete Vaginalsonde verwenden. Diese Sonden haben durch die Goldbeschichtung eine besonders gute Stromleitfähigkeit. Mehr erfahren Sie in unserem Sonden Ratgeber.

Beckenbodentrainer-Set

Wie funktioniert das Beckenbodentraining mit Sonden?

Bei dieser Behandlungsform wird eine Vaginal- oder eine Analsonde über ein Kabel mit dem EMS-Gerät verbunden. Das Reizstromgerät erzeugt Reizstromimpulse, die über die Sonden auf die Nerven übertragen und an die Muskeln weitergeleitet werden. Dadurch ziehen sie sich zusammen und entspannen sich wieder. So können positive Effekte wie eine verstärkte Muskulatur, eine verbesserte Durchblutung und eine schnellere Regeneration einzelner Muskeln entstehen.

Wie oft können Sie mit dem EMS-Training Ihren Beckenboden trainieren?

In den ersten zwei Monaten ist es sinnvoll, wenn Sie täglich 20 Minuten Ihren Beckenboden trainieren. Anschließend können Sie das EMS-Training einmal in der Woche durchführen.

Das EMS-Training kann zusätzlich die Rückbildung des Beckenbodens nach einer Schwangerschaft unterstützen.

Beckenbodenübungen für Männer und Frauen

Zusätzlich zu dem Training mit den Sonden können Sie Ihren Beckenboden mit speziellen Übungen trainieren.

Beckenbodenübung für Männer: Der Wandläufer

Legen Sie sich für die Übung auf den Rücken und stellen Sie die Füße im rechten Winkel an die Wand. Atmen Sie aus und heben Sie das Becken an, damit es den Boden nicht mehr berührt. Während Sie Einatmen senken Sie das Becken bis kurz vor dem Boden wieder. Wenn Sie den Schwierigkeitsgrad erweitern möchten, können Sie das Becken anheben, diese Position halten und mit den Füßen an der Wand nach oben und nach unten laufen.

Mann-Beckenboden-bung-Wandl-ufer

Sie können diese Übung wöchentlich 5 – 10 Mal wiederholen.

Beckenbodenübung für Frauen: Der Buckel

Für diese Übung gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Die Hände sind schulterbreit voneinander entfernt und die Handgelenke bilden mit den Schultergelenken eine Linie. Atmen Sie ein und verändern Ihre Rückenposition in ein leichtes Hohlkreuz. Wenn Sie Ausatmen, machen Sie einen Katzenbuckel und spannen dabei Ihre Beckenbodenmuskulatur an.

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Sie können die Übung wöchentlich 15 – 20 Mal wiederholen.

Hier finden Sie weitere Beckenbodenübungen für Frauen und Beckenbodenübungen für Männer.

Fazit

Stärken Sie Ihre Muskulatur durch das Beckenbodentraining mit der Elektrostimulation. So können Sie der Inkontinenz vorbeugen oder sie lindern. Da wir im Alltag die Muskelgruppe des Beckenbodens nicht wahrnehmen, bietet das EMS-Training mit den Trainingsgeräten einen großen Vorteil. Die Geräte übernehmen den aktiven Teil des Trainings. Wird diese Behandlungsmethode über ein halbes Jahr regelmäßig angewendet, ist es möglich, Erfolgsraten von bis zu 90% zu erreichen.

Unsere zertifizierten Medizinprodukte-Berater sind gerne für Sie da:

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